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O2 Prepaid Surfstick im Test

Author Karierter Blog    Category Technik Blog     Tags

Deutschland Freitag 05:52 Uhr, Netzwerk-Zeitüberschreitung, das Internet – geht nicht.

Natürlich bietet Ihnen o2 die modernsten Technologien: Mit HSDPA surfen Sie mit bis zu 7,2 Mbit/s superschnell durchs Internet. o2 bietet Ihnen außerdem nahezu 99,9 % Netzabdeckung, sodass Ihnen wirklich deutschlandweit das Mobile Internet zur Verfügung steht. – Zitat O2

o2 surfstick edge 1kbits 300x41 O2 Prepaid Surfstick im Test

O2 Surfstick EDGE 1kbits/s


Dieser Blogbeitrag ist offline geschrieben, dank dem Surfstick von O2.

Was ist ein Surfstick?
Ein Surfstick ist ein USB-Stick, in dem eine Handy SIM-Karte eingesetzt wird. Es ist also genau die gleiche Technik, die auch in Smartphones wie HTC oder iPhone eingesetzt wird.
Es gibt eine große Auswahl von Surfsticks. Ich habe mich für den O2 Prepaid Surfstick entschieden, da es hier eine Monatsflatrate gibt und der Stick grundsätzlich 7,2Mbit/s könnte. Das sind theoretisch 900kByte, was ja ganz ordentlich wäre.


O2 Surfstick Erfahrungsbericht
Doch die Wahrheit sieht anders aus.
Zu Anfang war es schon schwierig einen O2 Shop zu finden, vor allem einen der offen hat. So stand ich vor verschlossenen Türen, da erst ab 10 Uhr geöffnet wird. Vielleicht Öffnungszeiten ins Internet schreiben?

Beratung gab es im O2 Shop nicht, zusammengefasst ist folgendes passiert:
Wie der Stick genau funktioniert wurde mit “anstecken und funktioniert” kommentiert.
Dass es verschiedene Farben des Sticks gibt, habe ich erst im Nachhinein erfahren.
Die AGBs und Vertragsbedingungen sind umfangreich und angeheftet, aber “ich soll hier vorne unterschreiben”, das sind “nur” die Vertragsbedingungen da hinten.
Die Kundenstammdaten konnten nicht aus dem bestehenden Vertrag übernommen werden. Nachdem der Vertrag unterschrieben war sollte ich doch meine bestehende Handynummer nennen, damit man den Vertrag nun doch zusammenführen kann?!
In “spätestens zwei Stunden funktioniere der Stick”.
Als “Anleitung” habe ich eine schlechte Kopie bekommen, wie ich mein Prepaid Handy (?) auflade.

Und so ist es tatsächlich gewesen: Auf dem USB Surfstick von O2 ist eine O2 Software. Bei der Installation mit Windows 7 hat sich erst einmal der Rechner von selbst neu gestartet.
Irgendwann hatte ich die Software installiert.
Mir stellten sich dann doch einige Fragen.

  • Warum muss ich, wenn ich eine Monatsflatrat mitgekauft habenoch ein Guthaben aufladen?
  • Muss ich irgendwelche Einstellungen vornehmen? Betreiber auswählen, Netze auswählen?
  • Wo gebe ich diesen Code ein. Muss ich das überhaupt?
  • Muss ich doch noch einen Zugang kaufen oder Guthaben verwalten?
  • Muss ich irgendetwas an den Windows Netzwerkeinstellungen vornehmen?

Die Anleitung schweigt sich darüber stoisch aus.

Es wurden Gutscheincodes für gratis Surftage von O2 beigelegt. An sich eine nette Geste.
Wenigstens dieser Code wurde akzeptiert. Aber die Internetverbindung funktioniert nicht.
Meine Stimmung war dementsprechend, nach mehreren Neustarts und lustlosem Geklicke in undokumentierten Menüs, die teilweise 1:1 von Handys übernommen wurden, wie bei “Guthaben verwalten”.
Der O2 Surfstick funktionierte einfach nicht.


Am nächsten Tag dann das klärende Telefonat mit dem O2 Shop.
Erstens muss man warten, bis eine SMS bekommt, dass der Freischaltcode aktiviert wurde, es reicht nicht, dass der Connection Manager sagt, es wurde akzeptiert.
Zweitens muss man natürlich diese *103* vor dem Code und die # hinter dem Flatrate-Code weglassen. Danke fürs Gespräch! Warum gibt es keine Anleitung für den Surfstick und warum erfahre ich das erst jetzt?

Mit dem gekürzten Code ging die Monatsflatrate dann. Ich musste mir natürlich erst die neue Software herunterladen, hat ja nur schlappe 26MB über GPRS!
Es sei gesagt, die Software ist trotzdem nicht schneller oder stabiler.

Die 99,9% Netzabdeckung von O2 möchte ich nicht infrage stellen. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass hier mitten in München eine stabile Internetverbindung möglich wäre. Netzabdeckung hat schließlich nichts mit der Internetanbindung zu tun, sondern mit dem Handynetz.

o2 surfstick das geraet ist gesperrt O2 Prepaid Surfstick im Test

Fazit: Es ist mir trotz zwei Wochen Nutzung noch immer nicht klar, wie der Surfstick genau funktioniert.

  • Oft wird der Stick von Windows nicht richtig erkannt.
  • Oft hängt sich auch nur die Software auf oder die Verbindung ist zwar da, lässt sich aber nicht verbinden.
  • Ist die Verbindung einmal hergestellt, gibt es eine O2 – de Verbindung und eine O2 – de Mobile Breitbandverbindung. Manchmal sind beide aktiv, manchmal nicht. 3.5G funktioniert problemlos auch ohne Mobile Breitbandverbindung.
  • Mal wird die Verbindung angezeigt, lässt aber nicht verbinden.
  • Mal steht Breitband auf gesperrt und verlangt die PIN, bleibt aber auf Fehler stehen.
  • Die Verbindung ist nachts zwischen ungefähr 3 Uhr und 6 Uhr morgens gut. Auch wenn die Verbindung durchaus mal in diesem Zeitraum auf EDGE springt oder sich selbst beendet.
    Es kann passieren, dass 3G verbunden ist, aber trotzdem keine Verbindung funktioniert.
  • Der Mobile Connection Manager hängt sich regelmäßig so auf, dass auch ein Beenden mit dem Taskmanager nichts bringt und der Rechner neu gestartet werden muss.
  • Die Internetverbindung verbindet sich teilweise auch ohne O2 Mobile Connection Manager und dann wieder muss man über den Manager gehen, wieso warum? Man weiß es nicht.

  • Auf der O2 Surfstickseite http://www.o2online.de/mobiles-internet/Surf-Stick.html gibt es bei diesem ausgereiften Produkt selbstverständlich nur positive Kommentare.

    Der Nachteil, wenn zwischen 3 Uhr und 6 Uhr morgens gesurft wird, sind die vereinzelten Serverwartungen um diese Uhrzeit.
    Zu normalen Zeiten hat sich herausgestellt, dass eigentlich nur morgens oder werktags tagsüber eine halbwegs vernünftige Internetverbindung möglich ist. Abends und zum Wochenende kann man getrost auch in den Biergarten gehen, da ist der Stick unbrauchbar.

    Ergebnis: Ich hatte schon lange nicht mehr “so viel Spaß”…
    Liebe O2, bitte baut dem Surfstick Modem Einwahlgeräusche ein, dann hätte es wenigstens etwas Selbstironie.

    PS.: Natürlich gibt es vereinzelt auch eine schnelle Verbindung, aber das ist leider nur die Ausnahme.

    o2 surfstick 3.5g 753kbits 300x41 O2 Prepaid Surfstick im Test

    O2 Surfstick 3.5g 753kbits/s

    7 Comments to “O2 Prepaid Surfstick im Test”

    • Maik 22. April 2011 um 08:38

      Mich dünkt, dass meine Probs mit der Telekom, wenn auch ärgerlich, zumindest nicht an der Funktionsweise und Anleitung gescheitert sind.Bei der Problemschilderung kommt mir nur das magische Wort “Rücktritt” in den Sinn. Was soll man mit sowas wie oben beschrieben anfangen. Da kann man genauso aufs Internet verzichten.

    • Lisa 15. Juni 2011 um 14:29

      Auch ich hatte anfänglich Schwierigkeiten mit der Installation des Surfsticks. Grundsätzlich sollte es eine höhere Bereitschaft zur Erklärung geben. Dies gilt besonders für “vor Ort” Gespräche in den Stores.

    • Annette 3. August 2011 um 08:25

      Oh je oh je, kann ich da nur sagen, wenn ich Deinen Bericht lese, auch wenn er schon knapp vier Monate alt ist. Ich muss momentan nur mit dem Surfstick arbeiten, weil es anders leider nicht möglich ist. Meinen O2 Surfstick Prepaid habe ich allerdings schon seit drei Jahren. Unter Vista gab es keinerlei Probleme mit der Software, Probleme mit Windows 7 kann ich allerdings nur bestätigen. Denn wenn ich meinen Vodafone Surfstick verwenden möchte, muss ich die O2 Software erst einmal deinstallieren, da es sonst zu Problemen kommt und nichts mehr funzt. Ansonsten läuft O2 aber recht stabil. Unterbrechungen konnte ich nicht verzeichnen. Aber das Problem mit der Verbindungsgeschwindigkeit habe ich auch. Aus diesem Grund nutze ich den O2 Surfstick nur noch dann, wenn ich unterwegs bin und bei Vodafone keinen Empfang habe. Schade finde ich in diesem Zusammenhang, dass es bei O2 nur eine Monatsflat aber keine Tagesflat wie zum Beispiel bei Vodafone gibt. Möchtest Du mit O2 surfen, so musst Du immer für einen Monat bezahlen, auch wenn Du es vielleicht nur für ein paar Stunden brauchst. Hier und an der Software besteht definitiv noch Nachbesserungsbedarf! Das Problem, was Du beschreibst, dass sich die Software komplett aufhängt, kenne ich so von O2 nicht eher von Vodafone, wobei es hier vielleicht max. ein Mal im Monat vorkommt und ich über den Taskmanager dann alles regeln kann. Über die Beratung im Shop kann ich nichts sagen, ich habe im Internet bestellt.

      Mein Fazit: Nachdem ich neben O2 und Vodafone auch noch andere Anbieter getestet habe, besteht allgemein in diesem Bereich noch Nachbesserungsbedarf. Der Netzausbau sollte doch auch noch besser werden. Ich bin mal gespannt wie es mit LTE wird, ob das alles hält, was es verspricht.

      • Karierter Blog 12. August 2011 um 21:23

        Versuch mal eine USB Verlängerung. Bei den WLAN-Sticks für die AVM Fritzbox gibt es so eine Verlängerung.
        Ist der UMTS Stick nicht direkt am Rechner oder Schleppi angesteckt ist der Empfang besser.
        Nächster Frust war aber, dass Prepaid nur im Laden persönlich aufgeladen werden kann und nicht über die mitgelieferte Software.

    • Daniel 2. September 2011 um 19:40

      Ich habe das Prepaid Angebot von O2 2 Jahre lang genutzt. Von der Verbindung her gabs nie Probleme. Das einzige was mich störte ist, das ich manchmal den Mobile Partner mehrmals schließen und wieder öffnen musste, damit die Verbindung aufgebaut wurde. Das wahr warscheinlich ein Hardware Fehler vom Surfstick.

    • Gomes Luis 17. Januar 2012 um 23:42

      Ich habe den Stick ausprobiert! Es stimmt auch ich hatte schwierigkeiten mit der Installation des Surfsticks über usb. Die Übertragungsrat ist bei aber ok. Ich bin zufrieden.

    • Thomas 18. April 2012 um 16:43

      Bei mir funktioniert das Ding bestens und hat mir gute Dienste geleistet. Sogar S-Bahn-Surfen in München funktioniert bis auf die Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof. Ich hatte den Stick online bestellt, wobei der Stick selbst und die ersten beiden Monate für lau waren; danach 20 Euro pro Monat. Farbauswahl gab es auf der Seite leider keine, das Weiß ist unpraktisch, da er in der Schreibtischschublade zwischen viel Papierkram leicht übersehen wird. Ein knalliges Ferrari-Rot wäre mir lieber!

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